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Unsere Arbeit

Von Daten zu Zeugnissen, von Zeugnissen zu Rechenschaft

HERA arbeitet an einem Zusammenhang, der allzu oft übersehen wird: dem Moment, in dem Umweltzerstörung zu Vertreibung wird – und an den Entscheidungen, die dahinterstehen.

Eine Gruppe von Menschen geht über trockenen Boden nahe dem zurückweichenden Ufer des Urmia-Sees.
Urmia-See · Foto: Solmaz Daryani, CC BY-SA 4.0

Mensch

Umweltbedingte Vertreibung ist vor allem eine menschliche Erfahrung. Wir dokumentieren die Zeugnisse betroffener Gemeinschaften – mit informierter Einwilligung und mit ihrer Sicherheit an erster Stelle – und stellen sie neben die Daten.

  • Ethische Dokumentation von Zeugnissen
  • Rechte Vertriebener und aufnehmender Gemeinschaften
  • Binnen- und grenzüberschreitende Migration
Der Urmia-See von der Internationalen Raumstation aus gesehen: rote und rosafarbene Salzlake, umgeben von weißen Salzflächen.
Der Urmia-See aus dem All · Foto: NASA Johnson Space Center, Public domain

Umwelt

Wir verfolgen austrocknende Seen und Feuchtgebiete, Bodenabsenkungen, Staubstürme und Bodenerosion anhand von Satelliten-, Statistik- und Felddaten.

  • Analyse von Satelliten- und offenen Daten
  • Wasser, Boden und Luft
  • Klimawandel und Wüstenbildung
Zwei Frauen in langen Schleiern gehen unter Tamarisken durch ein von Flugsand bedecktes Dorf.
Hamun, iranisch-afghanische Grenze · Foto: Solmaz Daryani, CC BY-SA 4.0

Resilienz

Wissen, das die Gemeinschaften nie erreicht, hilft ihnen nicht. Wir entwickeln Schulungen, Workshops und frei zugängliche Materialien, damit Evidenz zu einem Werkzeug wird.

  • Bildungsworkshops und Seminare
  • Offene, mehrsprachige Lernmaterialien
  • Dialog mit Gemeinschaften und Forschenden
Ein verlassenes Gewächshaus mit zerfetzter Plastikplane, halb im Sand begraben.
Hamun-Region · Foto: Solmaz Daryani, CC BY-SA 4.0

Rechenschaft

Viele Umweltkatastrophen sind keine Naturereignisse; sie sind das Ergebnis von Entscheidungen. Wir analysieren die Politik, die Projekte und die Entscheidungen hinter Umweltschäden und richten belegbare Fragen an die Verantwortlichen.

  • Analyse von Politik und Projekten
  • Dokumentenbasierte Berichterstattung
  • Überparteilicher Dialog über öffentliche Politik

Erster Forschungsschwerpunkt

Wo das Land zerbricht

Der Auftrag von HERA ist global. Unser erstes Forschungsprogramm beginnt in Iran und der weiteren Region – dort, wo Umweltkollaps und fehlende Rechenschaft sich gegenseitig verstärken.

Eine weiße Salzkruste erstreckt sich auf dem ausgetrockneten Grund des Urmia-Sees bis zu einer felsigen Insel. ~90 % der Fläche seit 1995 verloren
Nordwest-Iran

Urmia-See

Einst einer der größten Salzseen der Erde. Weniger Niederschlag und Wasserentnahmen für die Landwirtschaft haben große Teile davon in eine Salzfläche verwandelt.

Satellitenansicht des Hamun-Beckens: blasse, ausgetrocknete Seebetten mit nur wenigen kleinen blauen Wasserflächen. Heimat des „Windes der 120 Tage“
Sistan, iranisch-afghanische Grenze

Hamun-Feuchtgebiete

Die Hamun-Seen, die vor allem vom Fluss Helmand gespeist werden, sind seit der schweren Dürre Ende der 1990er-Jahre immer wieder ausgetrocknet.

Luftaufnahme eines rissigen, salzverkrusteten Feuchtgebietsbodens mit einem kleinen verbliebenen Wasserbecken. Ein Feuchtgebiet der Ramsar-Liste
Isfahan

Zayandeh Rud & Gavkhuni

Der Fluss von Isfahan ist in der Stadt über lange Zeiträume trockengefallen, und das Gavkhuni-Feuchtgebiet an seinem Ende – ein Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung – ist weitgehend ausgetrocknet.

Satellitenansicht einer riesigen Staubfahne, die über den Osten Irans, Afghanistan und Pakistan hinwegzieht. Aus dem All sichtbar
Von Sistan bis Chuzestan und darüber hinaus

Staub über Grenzen hinweg

Staub aus ausgetrockneten Seebetten und geschädigten Böden wird Hunderte Kilometer weit getragen, überquert Grenzen und erfüllt die Luft, die Menschen atmen.

Abgestorbene, kahle Bäume, verstreut in einem trockenen, staubigen Tal im Zentraliran. Lebensgrundlagen unter Druck
Zentraliran

Das austrocknende Hochland

Dürre und sinkende Grundwasserspiegel lassen Obstgärten und Weideland absterben und drängen Familien in Bauerndörfern zum Fortgehen.

Unsere Forschungsethik

Informierte Einwilligung

Kein Zeugnis wird ohne eindeutige Einwilligung veröffentlicht – und diese kann jederzeit widerrufen werden.

Sicherheit zuerst

Wir schützen die Identität gefährdeter Menschen; Anonymität ist der Standard.

Offene Methoden

Zu jeder Studie veröffentlichen wir Daten, Methoden und Grenzen.

Peer-Review

Größere Berichte werden vor der Veröffentlichung von unabhängigen Fachleuten begutachtet.

Als Nächstes

Geplant

HERA-Atlas

Eine interaktive Karte der Zusammenhänge zwischen Umweltschäden und Vertreibung, auf Basis offener Daten.

Geplant

Archiv der Stimmen

Dokumentierte Zeugnisse betroffener Gemeinschaften, nach einem umfassenden ethischen Protokoll.

Geplant

Publikationen

Forschungsberichte und Policy Briefs mit dauerhaften Kennungen (DOI).

Sie forschen oder vertreten eine Partnerorganisation?

Wenn Sie an verwandten Fragen arbeiten, freuen wir uns auf das Gespräch mit Ihnen.